Wagen Sie es, eine Erdung allein durch die Installation von Sicherheitsbarrieren zu vermeiden? Diese beiden Fragen lassen sich niemals mit einer einzigen Antwortmöglichkeit beantworten!
Können Steuerkabel im Schaltschrankraum trotz Schutzbarrieren ungeerdet bleiben? Manche meinen, dass „bei Schutzbarrieren zum Überspannungsschutz und zur Entkopplung die Erdung der Schirmung von Steuerkabeln nachlässig erfolgen kann“. Die einschlägigen Normen legen jedoch die Anforderungen und Methoden für die Erdung der Schirmung von Steuerkabeln im Schaltschrankraum klar fest. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Erdung der Schirmung der Steuerkabel auf der Innenseite des Schaltschranks und dem Vorhandensein von Sicherheitsbarrieren?Heute klären wir alles über die Erdung der Schirmungsschichten von Steuerkabeln im Schaltschrankraum.“
Die Erdung der Schirmung der Steuerkabel im SchaltschrankraumDient in erster Linie dazu, Störungen zu widerstehen, mit folgenden spezifischen Funktionen und Zwecken:
1.Vermeidung externer elektromagnetischer Störungen: Nach der Erdung wirkt die Schirmschicht wie eine „Barriere“, die durch externe elektromagnetische Felder induzierte Ströme in die Erde ableitet und so verhindert, dass Störsignale in das Kabel gelangen und die Genauigkeit der übertragenen Steuersignale beeinträchtigen.
2.Verhinderung von Störungen externer Geräte durch interne Signale: Im Kabel übertragene Signale können elektromagnetische Felder erzeugen. Eine geerdete Schirmung kann die Ausbreitung dieser Felder nach außen unterdrücken und so Störungen umliegender Geräte vermeiden.
3.Schutz von Anlagen und Personal: Ist die Abschirmung nicht geerdet, können statische Aufladung oder anormale Spannungen zu Geräteausfällen führen. Die Erdung leitet überschüssige Ladungen in die Erde ab und reduziert so Sicherheitsrisiken.
Wichtige Normen und Verfahren für die Erdung der Schirmungsschichten von Steuerkabeln im Schaltschrankraum:
1.GB 50093-2013 „Norm für die Konstruktion und Qualitätsabnahme von Automatisierungs- und Instrumentierungssystemen“
10.2.10 Die Schirmung von Instrumentenkabeln und -leitungen muss auf der Seite des Schaltschranks/der Schalttafel geerdet sein. Die Schirmung desselben Stromkreises muss eine zuverlässige elektrische Durchgängigkeit aufweisen und darf nicht unbeschaltet gelassen oder wiederholt geerdet werden.
10.2.11 Die Armierung von Panzerkabeln muss zum Schutz an beiden Enden geerdet sein.
10.2.12 In Zwischenverteilerkästen sind die unterteilten Schirmungsschichten des Primärkabels mittels Klemmen mit den entsprechenden Schirmungsschichten des Sekundärkabels zu verbinden. Unterschiedliche Schirmungsschichten sind getrennt und ohne Vermischung anzuschließen und zu isolieren.
10.2.13 Wenn Entstörungsanforderungen bestehen, müssen Reserveadern in mehradrigen Kabeln an einem einzigen Punkt geerdet werden. Bei geschirmten Kabeln müssen die Reserveadern und die Schirmung auf derselben Seite geerdet werden.
2.SH/T 3081-2019 „Designcode für die Instrumentenerdung in der Erdöl- und Chemieindustrie“
ANHANG A
(Normativer Anhang)
Erdungsplan für geschirmte Kabel
Die Schirmung des mehradrigen Hauptkabels im gesamten Schirmungsabschnitt ist durchgehend mit dem Schaltschrank verbunden (siehe Abbildung A-1). Die Schirmung des mehradrigen Hauptkabels im gesamten Schirmungsabschnitt ist segmentiert und mit der Anschlussdose und dem Schaltschrank verbunden (siehe Abbildung A-2). Die Schirmung des mehradrigen Hauptkabels im gesamten Schirmungsabschnitt ist durchgehend mit dem Schaltschrank verbunden (siehe Abbildung A-3). Die Schirmung des mehradrigen Hauptkabels im gesamten Schirmungsabschnitt ist segmentiert und mit der Anschlussdose und dem Schaltschrank verbunden (siehe Abbildung A-4).
Die Verdrahtungsanweisungen für die Schirmungsschicht in den Abbildungen A-1 bis A-4 sind in Tabelle A dargestellt. Das Abzweigkabel vom Feldgerät zur Anschlussdose ist entweder ein einfach geschirmtes Kabel oder ein einfach armiertes, geschirmtes Kabel. Armierte Kabel, die in die Anschlussdose eingeführt werden, verwenden Kabelmuffen mit Erdungsanschlüssen für eine einfache Erdung. Die Schirmungsschichten der einzelnen Abzweigkabel in den Abbildungen A-2 bis A-4 im Anhang sollten in der Anschlussdose mittels Klemmen oder Sammelschienen miteinander verbunden werden.
Die Schirmschichten der Abzweigkabel und Hauptkabel können am Schaltschrank im Kontrollraum oder separat an der Anschlussdose und am Schaltschrank im Kontrollraum miteinander verbunden und geerdet werden, wobei der Abschnitt geerdet wird.
Die Schirmung des Abzweigkabels in Abbildung A-1 ist mit der inneren Schirmung des Hauptkabels verbunden, und die Schirmung des Abzweigkabels in Abbildung A-3 ist im Verteilerkasten mit der Schirmung des Hauptkabels verbunden. Die vollständig verbundene Schirmung ist an einem Ende im Schaltschrank geerdet.
Die Schirmung der Abzweigkabel in den Abbildungen A-2 und A-4 ist an einem Ende in der Anschlussdose geerdet, während die innere Schirmung des Hauptkabels in Abbildung A-2 und die Schirmung des Hauptkabels in Abbildung A-4 an einem Ende im Schaltschrank geerdet sind.
Die Armierungsschicht des Hauptkabels ist gemäß Artikel 4.4.1 an beiden Enden geerdet, und die Metallkabelrinne ist gemäß Artikel 4.1.8 an beiden Enden geerdet, wobei alle 30 m eine erneute Erdung erfolgt.
Tabelle A Verdrahtungsmethode für die Schirmungsschicht
Schirmungsanschlussmethode | Anschlussdose | Kabinett | ||||
Abzweigkabel von den Messgeräten vor Ort zu den Verteilerkästen | Mehradriges Hauptkabel für Vollbild- und Split-Screen-Betrieb | |||||
Abbildung A-1 | Die Schirmschicht ist über Klemmen mit dem Hauptkabel verbunden und nicht geerdet. | Die Schutzschicht bzw. das metallische Schutzrohr ist zum Schutz mit der Erdungsschiene verbunden. | Die Schirmschicht ist über Klemmen mit der Schirmschicht des Abzweigkabels verbunden und ist nicht geerdet. | Die gesamte Schirmungsschicht ist über die Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. | Die Schirmschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Arbeitserde verbunden. | Die gesamte Schirmungsschicht ist über die Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. |
Abbildung A-2 | Die Schirmschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. | Die Schutzschicht bzw. das metallische Schutzrohr ist zum Schutz mit der Erdungsschiene verbunden. | leere Abschirmschicht | Die gesamte Schirmungsschicht ist über die Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. | Die Schirmschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Arbeitserde verbunden. | Die gesamte Schirmungsschicht ist über die Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. |
| Anschlussdose | Kabinett | ||||
Abzweigkabel von den Messgeräten vor Ort zu den Verteilerkästen | Mehradriges Hauptkabel für Vollbild- und Split-Screen-Betrieb | |||||
Abbildung A-3 | Die Schirmungsschicht ist über Klemmen mit der Gesamtschirmungsschicht des Hauptkabels verbunden und ist nicht geerdet. | Die Schutzschicht bzw. das metallische Schutzrohr ist zum Schutz mit der Erdungsschiene verbunden. | Keine separate Abschirmungsschicht | Die gesamte Schirmungsschicht ist über Klemmen mit der Schirmungsschicht des Abzweigkabels verbunden und nicht geerdet. | Keine separate Abschirmungsschicht | Die gesamte Schirmungsschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Arbeitserde verbunden. |
Abbildung A-4 | Die Schirmschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Schutzerde verbunden. | Die Schutzschicht bzw. das metallische Schutzrohr ist zum Schutz mit der Erdungsschiene verbunden. | Keine separate Abschirmungsschicht | Die gesamte Abschirmschicht ist leer. | Keine geteilte Bildschirm-Tapping-Ebene | Die gesamte Schirmungsschicht ist über eine Erdungsschiene mit der Arbeitserde verbunden. |
Ingenieurtechnische Praxisanwendungen und Bilder aus dem realen Leben vor Ort:

Die Erdung der Schirmung auf der Innenseite des Steuerkabels im Schaltschrankraum steht in keinem Zusammenhang mit der Frage, ob Sicherheitsbarrieren vorhanden sind (Isolationsbarriere(Überspannungsschutzgeräte usw.) sind konfiguriert. Sofern in den Konstruktionsunterlagen keine besonderen Anforderungen festgelegt sind, müssen diese strikt gemäß den Spezifikationen umgesetzt werden.











